Schuppenflechte in Verbindung mit Gelenkrheuma

 

Schuppenflechte in Verbindung mit Gelenkrheuma
     

Im Mai 2005 kam ein 41 jähriger Mann mit der Diagnose Schuppenflechte in Verbindung mit Rheuma in die Praxis.

Kurzbericht
Die Schuppenflechte begann am linken Ellenbogen, später wurden Kopfhaut, Rumpf, Beine, Gesäß und Penis mit befallen. Die Haut reißt auf, juckt und blutet. Die Fingernägel weisen die typischen kleinen Dellen auf.
Die Hautteilungsrate war phasenweise auf 1 Tage reduziert. Sonne und Meerwasser bessert die Hautbeschwerden. Im Winter ist es deutlich schlechter.

Die Rheumaschmerzen begannen ´97 in der Brustwirbelsäule (BWS) vor dem ersten starken Schub der Schuppenflechte. Es kommt zu drückenden Schmerzen in der BWS. Jede Bewegung verschlimmert und strahlt aus. Besser durch Ruhe. Wetterabhängig, Temperaturschwankungen werden schlecht vertragen. Schlechter im Frühling.

Tief im linken Hüftgelenk werden ziehende Schmerzen empfunden, die über die Hinterseite des Oberschenkels bis zum Knie ausstrahlen. Gegen die Schmerzen nimmt er mehrmals wöchentlich Ibuprofen® 800 mg.

Der Patient redet sehr hastig, die Sprache überschlägt sich und er gerät ins Stottern. Bei Aufregung und in der Öffentlichkeit verschlimmert sich dieser Zustand.

Vor zehn Jahren haben sich Höhenangst und Verfolgungswahn entwickelt. Beide Zustände haben sich nach einem exzessiven Cannabiskonsum entwickelt.

Familiär weisen alle drei Geschwister teils schwere Rheumaerkrankungen und Psoriasis (Schuppenflechte) auf.

Analyse und Repertorisation Die Auswertung der Krankengeschichte ergab als heilende Arznei Kali-bromatum*. Bei der Schwere der Krankheit und der deutlichen erblichen Belastung kann von einer wirklichen Heilung kaum ausgegangen werden. Stellt das homöopathische Mittel jedoch das Similimum dar, könnte auch eine vollständige Heilung erfolgen.

Ergebnis
Im Verlaufe von 3 Jahren und mehreren Wiederholungsgaben von Kalium-bromatum* konnte der körperliche aber vor allem auch der emotional-geistige Zustand des Patienten deutlich gebessert werden.
Bereits 5 Tage nach Einnahme der ersten Gabe Kalium-bromatum* hatte der Patient keinen Wahnideen von schrecklichen Bildern mehr. Diese kamen zuvor täglich und quälten ihn. Damit verbunden ließ auch das hastige Sprechen mit Stottern sehr schnell nach.
Die betroffenen Hautstellen wurden nach und nach besser. Auch die Rheumaschmerzen ließen deutlich nach. Wie bei der Haut war es hier auch kein geradliniger Gesundungsverlauf. In Phasen starker Schmerzen half eine Zwischengabe Belladonna (C30 – C1.000).
Neben der deutlichen Verbesserung der Hauptbeschwerde stabilisierte sich auch der Gemütszustand des Patienten, so dass er sich 2008 befähigt fühlte eine Psychotherapie zur Aufarbeitung seiner Biographie zu beginnen.
 

 

   
Mai 2005


Mai 2005


Juni 2006


Juni 2006


Repertorium Universale
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Folgende Arzneimittel (Kürzel) können ein solches Symptom hervorbringen und heilen: **
... Ars  ARS-I ... BERB-A ... Calc  Calc-s  Canth ... Chin  Chrysar ... Clem ... Euph-cy ... Graph ... Iris ... Kali-ar ... Kali-br  Kali-c ... Kali-s ... Lob  LYC ... Mang ... Merc ... Mez  MORG-G ... Nit-ac ... Petr ... Phos  PHYT ... Psor  Puls  Querc-r ... Rhus-t ... Sarr  Sars  SEP  Sil ... STAPH ... Sulph ... THYR ...  
     

* Das hier genannte Arzneimittel ist nur in diesem Krankheitsfall heilsam und sollte ohne vorhergehende fachliche Anamnese und homöopathische Repertorisation nicht eingenommen werden. Falsch verordnete Arzneimittel können den Krankheitszustand verschlechtern. Wenden Sie sich bitte an einen ausgebildeten Heilpraktiker oder Facharzt für Homöopathie – siehe Berufsverband: www.vkhd.de .

** ars = einwertig, Ars = zweiwertig, ARS = dreiwertig: Je höher die Wertigkeit einer Arznei, desto stärker ist die Heilkraft bei dem entsprechenden Symptom.